Projekte

Ausstellung

Willkommen im Paaradies

Was sich sucht und was sich findet…oder auch nicht.
Immer ist das Eine auf der Suche nach dem Anderen. Das Herrchen sucht den Hund, der Mann die Frau, das Brot die Butter, der Hammer die Sichel, die Mutter das Kind, die Heimat die Fremde….
Jörg Kräuter hat diese Suche gemalt, gezeichnet und geformt.
Eisern, hölzern und nicht nur aus Pappe.

Zu sehen in Jörg Kräuters Galerie

Bühl, Hauptstr. 56/Eingang Poststraße

Am 29. September von 12 bis 18 Uhr und am Sonntag, den 30. September von 11 bis 17 Uhr

 

Räuber, Rammler und Rebellen

Steckbriefe aus Baden
18. September 2016
von 10 bis 18 Uhr im Atelier, Hauptstraße 56, Eingang Poststraße, Bühl.

„Den kenn ich doch…,“ dürfte sich der Betrachter von Jörg Kräuters gemalten Porträts von Badenerinnen und Badener sagen, und verwundert sein über das, was über den Porträtierten geschrieben steht. Lebensverläufe wie Farbverläufe, bunte Biografien wie schwungvoll hingeworfene Pinselstriche.
Man kann Kräuters Biografien durchaus Glauben schenken, denn sie sind genauso wahr wie fiktiv, so glaubhaft wie haarsträubend, kurzum: phantastisch lebensnah. Hier haben sich Text und Bild gefunden und beide verwirren auf wundersame Weise. Von Bastian Gugel und Joß Fritz bis Regina Halmich und Wolfgang Schäuble, alle marschieren sie auf in Kräuters Porträt-Parade.
Und wessen Biografie langweilig oder lückenhaft scheint, der bekommt sie fantasievoll aufgefrischt. Geworden ist es eine Sammlung von Steckbriefen über die, die man kennt, zu kennen glaubt oder kennen lernt.

Zu sehen am Sonntag, den 18. September 2016 von 10 bis 18 Uhr im Atelier, Hauptstraße 56, Eingang Poststraße, Bühl.
Auch nach Anmeldung zu anderen Zeiten.
Telefon: 07223 3760          

Mail: joergkraeuter@t-online.de

 

 

Badisches Satirepaket

10. September 2015

Gleich von zwei Seiten zeigt sich der Bühler Künstler Jörg Kräuter am 10. September 2015  in den Räumen der VHS Baden Baden. An diesem Abend stellt der „König von Baden“ sein neues Kabarettprogramm „PsychoBadisch“ vor. Wieder ist ein Energie geladenes Baden-Werk entstanden und wieder versucht Kräuter
das Badische Gemüt, dieses traditionsschwangere Badische Bollwerk wehrhaft auszubauen gegen alles was barfuß betet, Wodka trinkt und schwäbisch singt.
Umrahmt wird der Abend mit einer Ausstellung satirischer Zeichnungen mit dem Titel „Baden Baden gehn!“ Angeregt vom Treiben und Treiben lassen in den Gassen und Alleen der Badischen Thermal-Badewanne Baden-Baden, hat Kräuter einen Gemischtwarenladen  reblausiger Rotnasen,  wandelnder Umkleidekabinen und kurstädtischer Schickeria zu Papier gebracht.  Mit spitzer Feder gezeichnete Bilder, frech wie Rotz und zum Davonlaufen komisch. Wieder ein echter Kräuter, ein Bilderbogen gezeichneter Heimtücken mit frivolem Naturell und psychobadischer Tiefe.


Eröffnung: 10. September 2015  in der Pause des Kabarettabends gegen 21 Uhr
Beginn Kabarett: 20 Uhr
Ort: VHS Baden Baden, Breisgaustr. 19a, 76532 Baden Baden

 

BADEN gehn!

Eröffnung: 21. September 2014

Zu einer kleinen aber feinen Ausstellung lädt die Kleinkunstbühne Ku-Stall am Sonntag, den 21. September 2014 ein. Gezeigt werden Bilder und Karikaturen des Bühler Künstlers Jörg Kräuter, der mit seinen Badischen Kabarett-Programmen regelmäßiger Gast auf der Kleinkunstbühne ist. Für diese Ausstellung hat Kräuter seine von beißendem Erdäpfeldunst, barocker Dampfnudelmentalität und oberrheinischer Triebhaftigkeit geschwängerten Gedanken in Bilder und Zeichnungen gefasst. Entstanden ist ein regionaler, malerischer Gemischtwarenladen mit reblausigen Rotbacken und satt bebeutelten Schwatzwäldern.

In dieser bebilderten Heimat ist der Leib noch eigen, die Mütze bebommelt und die Kirschtorte heilig. Hier ruft der Kuckuck zum Gebet und hier erschuf mit unbändiger Kraft der liebe Gott die Winzergenossenschaft. Entstanden sind mit spitzer Feder gezeichnete Bilder, frech wie Rotz und zum Davonlaufen komisch. Wieder ein echter Kräuter, eine kleine Ausstellung gezeichneter Heimtücken. Und wieder ein spannungsreiches Baden-Werk mit psychobadischer Tiefe und frivolem Naturell.

www.kultur-im-stall-de

 

 

„Tortenschlachten“

heißt das aktuelle Mal- und Zeichenprojekt von Jörg Kräuter, das vom 1. März bis 31. März 2014 im Backhaus in Oberachern zu sehen ist. Zwischen Gier und Genuss, Diät- und Backwahn hat Kräuter sein kalorienschwangeres Experiment angelegt. Vor keiner Rezeptur hat er sich gescheut und vor keiner künstlerischen Hinterhältigkeit. Hat in seinen Maltöpfen das Süße und das Bittere eingestreut, bis zur Schmerzgrenze geknetet und mit kleinen Schweinerein den misstrauischen Betrachter befriedet, bis dieser dann doch wieder hinterrücks von mehrstöckigen Monumentalbauten heiliger Schwarzwälder Kirschtorten erschlagen wird, diese mit Schattenmorellen beladenen Diäthaubitzen, deren Sprengkraft Genuss-Süchtige aus der kulinarisch unbedeutsamen Restwelt ins Badische zieht, wo sie in gemütlichen Coffeinhöhlen in kandierter Verzückung dahinschmelzen.

Die Wunderwelt der süßen Versuchung und der maßlosen Völlerei.
Gemälde, Zeichnungen, Strickwerk

Eröffnung: Samstag, 1. März 2014, 15 Uhr
Backhaus Oberachern, Galerie und ART-Cafe
Geöffnet:
Mi. 9-12 Uhr, Fr. 14.30-18 Uhr, 1. Sonntag im Monat 14-18 Uhr
Galerie Backhaus, Oberacherner Str. 21, 77588 Achern


WildKräuter

Wild blicken sie von den Malgründen aus Pappe oder Leinwand, diese
malerischen Auswilderungen, denen sich Jörg Kräuter in diesen Monaten widmet. In großen Gefäßen hat er die Farbe angerührt, mit borstigen und fransigen Pinsel und mit großer Geste aufgetragen.  Menschlicher Wildwuchs, malerisches Unkraut, kreative Auswilderungen.

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ALLES PAPPE
Von der Verpackung der Welt

Ausstellungsrundgang unter "Youtube" ("Jörg Kräuter"/"Alles Pappe")

13. Juli bis 26. August 2012, Friedrichsbau Bühl

Dass der Bühler Künstler Jörg Kräuter sich seinem Werkstoff auch durch die satirische Hintertür nähert war zu erwarten. Dass der König von Baden seine Region auf verschlungenen Kunstpfaden verlässt, eher nicht. Und doch hat sich Jörg Kräuter seit drei Jahren künstlerisch zwischen Tunis und Bühl bewegt und diesen kontinentalen Sprung in zahlreichen Metaphern gezeigt. Wieder geht es um das Thema Heimat, das Kräuter mit einem globalen Werkstoff bearbeitet hat, der sowohl in den nordafrikanischen Flüchtlingslagern als auch im hiesigen Wirtschaftsgefüge zu entdecken ist. Pappe. Jörg Kräuter hat dieses Material bemalt, geformt und geschnitten, hat Bestehendem Neues hinzugefügt und dem Wertlosen einen Wert gegeben. Hat die immer gleichen Warenzeichen, diese Wohlstandsrunen mit denen wir unser aller Hab und Gut versichern, ins Zwielicht gerückt. Erst bei genauem Hinsehen werden die absurden Absichten deutlich. Kräuter hat seine gesammelten Pappen entfaltet und in zahlreichen Metaphern seinen Gedanken Gestalt gegeben. Das große Boot, Bild der zur Ausweglosigkeit getriebenen Bootsflüchtlinge. Die Pappschuhe der Gestrandeten, Schwimmwesten aus Wellpappe oder die Afrikanischen Ritualmasken, die genau so aus der Alemannischen Fastnacht stammen könnten. Spätestens beim Anblick der großen Tunesischen Datteltorte und der Schwarzwälder Kirschtorte wird dem Betrachter klar, zwischen Tunis und Bühl ist die Welt aus ein und der gleichen Pappe.

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Die Rheinholz
Jörg Kräuter führt uns in die nebligen Rheinauen und zeigt uns die scheuen „Rheinholz“, deren Existenz uns nicht überraschen mag, denn im Nebel wird Fiktion zu Gestalt, Holz zu Bein und Geräusch zu Stimme. Das Scheinbare zum Wahren. An dieser Stelle, beim Übergang vom Leblosen zum Lebendigen, beginnt die fantastische Geschichte der „Rheinholz“.
Es bedarf nicht mehr als die Bereitschaft, seiner Fantasie freien Lauf zu lassen, um Jörg Kräuter zu folgen, der uns von der Existenz der hölzernen Protagonisten erzählt.
Es ist die Geschichte vom immer wiederkehrenden Aufstand der menschlichen Fantasie über die Begradigung des Gewachsenen, die Nutzbarmachung des Natürlichen und die Trockenlegung des Denkens.

Ein Heer von einstmals Tausenden von „Rheinholz“, inzwischen dezimiert zu einem unerschrockenen Stoßtrupp der Unbeugsamen, hat im ungleichen Kampf der Zivilisierten gegen die Urbanen in den Auwäldern der Oberrheinebene überlebt. Archaische Wesen, scheu, armlos und hölzern. Wir nehmen sie wahr und doch sind wir verunsichert, ob dieser Aufmarsch nicht in unseren Köpfen von statten geht und uns der Nebel einen Streich spielt. Was in Sekundenschnelle an uns vorüberzieht, hat Jörg Kräuter in seiner Installation für die Besucher der Ausstellung festgehalten. Eine theatralische Szene gespenstischer Raubeine, voll knöchernem Charme und subtiler Komik.


Chronologie

1996 - 98: Kräuter entdeckt in den Rheinauen die ersten Rheinholz.
Aus über einer Tonne Treibholz entstehen ca. 100 Original getreue Nachbauten der Rheinholz.

Teil 1, 1998: "Die Paten"
Einige Rheinholz werden als Patenschaften für ein Jahr an Kunstinteressierte vermittelt.

Teil 2, 1999: „Das Spektakel“
In einer Grauelsbaumer Fabrikhalle werden 100 Rheinholz-Nachbauten gezeigt. Spektakel mit Theater und Musik.

Teil 3, 2000: "Leichenzug des Großen Rheinholz"
Zur Mannheim-Ludwigshafener "Langen Nacht der Museen" formieren sich 130 Rheinholz im Ludwigshafener Kulturdepot mit über 10000 Besuchern.

Teil 4, 2001: "Die Verrottung"
Kräuter zeigt eine Installation mit fahrbaren/beweglichen Figuren. 150 Rheinholz

Teil 5, 2003: „Rheingold“
Der „Grauelsbaumer Schatz“ der „Rheinholz“ wird erstmals im Schwarzacher Münster gezeigt. 150 Rheinholz grasen auf der Klosterwiese.

Teil 6, 2005: „Die Auferstehung des Großen Rheinholz“
120 Rheinholz zu Gast in Gleisweiler/Pfalz.

Teil 7, 2006/07: „Die Wanderung der Rheinholz“
Kräuter verfolgt 6 Rheinholz entlang der Wasserläufe von Acher, Bühlot und Grobbach bis hinauf zum Quellgebiet.

Teil 8, 2008: „Das Grabmal“
Im Bühler Stadtmuseum werden neben dem gesamten Bestand der Rheinholz verrotten im Marstall des Rastatter Schlosses. Teile des „Grauelsbaumer Rheingoldes“ gezeigt. Außerdem die Rekonstruktion einer Grabkammer, die Kräuter 1996 auf Grauelsbaumer Gemarkung entdeckte.