Programme


Programm 2017/2018

„Geht Baden!“

Deutschland hat seinen Bundespräsidenten, Baden hat seinen Jörg Kräuter. Den ersten und einzigen König von Baden. Jede Region braucht eine moralische Instanz. Einen Leuchtturm, einen Warner, einen der mit gutem Beispiel voraus geht. 40 Jahre Regentschaft, 40 Jahre auf Badischen Kleinkunstbühnen das Badner Lied gesungen.
Eigentlich Anlass zum Jubel, doch der Badische Volkskörper ist in schlechter Verfassung. Es ist eine verrückte Welt geworden, dieses Baden.
Beleidigte Türken, eingesickerte Schwaben, Asylanten auf wenig verkehrstüchtigen Fahrrädern, sprechende Bücher, selbstfahrende Autos, elektrische Zahnbürsten, Steinzäune, Designerzwetschgen, begehbare Kleiderschränke… So ruft der König von Baden zu Ordnung, zu Katharsis und geistigem Ölwechsel. Nun heißt es ausbaden. Unüberhörbar schallt es über die Schwarzen Wälder, bis tief in die Sümpfe des Rheingrabens und hinauf in die reblausigen Vorbergzonen: „Geht Baden!“

Ausschnitte aus meinen Programmen können sie auf "Youtube" unter Angabe von "Jörg Kräuter" anschauen.

 

Für Ihre Betriebsfeier oder Onkel Hermanns 70ten Geburtstag zeige ich:

"Das Beste vom König von Baden"

Ein kabarettistisches Roadmovie durch die Region....regional/sentimental/brutal!

 


Programm 2015/2016
Neues vom König von Baden
„PsychoBadisch“
In seinem neuen Programm steigt der Bühler Kabarettist Jörg Kräuter in die Tiefen der Badischen Seele. Dort unten wo die regionale Volks-Seele nicht nur kocht, sondern brät und brutzelt. Wo sich Badenerin und Badener immer wieder die Identitätsfrage stellen: „Sin mir die, die mir meine?“ Und ganz Baden antwortet mit einer Stimme: „Ja, mir Badener sin genau die, die mir gern wäre.“ Es sind die immer währenden Fragen nach Struktur und Chaos, die der Kabarettist mit analytischem Scharfsinn und den Künsten der Seelen- und  Kräuterheilkunde zu beantworten sucht. „Warum werde mir Badener von Wein-, Zwetschge- und Kürbisköniginne regiert und warum isch bei uns dr Regent e rote Rebsort?“Kräuter bringt Licht in die dunklen Seelengründe von „Sellere und Sellem“, erläutert warum in geordneten Strukturen „Nudle ohne Soß“ nicht geht und dass das Kopftuch bei uns schon seit Jahrhunderten von den fundamental Hiesigen getragen wird. Es sind einfache Lebensweisheiten zur Förderung der seelischen Gesundheit, die Kräuter in seinem Programm aufzeigt: „Frühr wars auch net so wies heut sein könnt!“ Mit unorthodoxen Therapien, wie der analen Tiefenentspannung auf dem Kachelofen, lüftet Kräuter die letzte große Badische Frage: „Wohin geht unser Weg und wer steht uns dabei im Weg rum?“ „PsychoBadisch“ ist wieder ein Energie geladenes Baden-Werk, der Versuch, Ordnung und Struktur ins Badische Gemeinwesen zu bringen. Es gilt das Badische Gemüt, dieses traditionsschwangere Bollwerk wehrhaft auszubauen gegen alles was barfuß betet, Wodka trinkt und schwäbisch singt.

Das Programm 2013/14
Der König von Baden

„MachtWorte“

Da hockt er nun, der Kräuter Jörg, der sich gerne als bocksbärtigen und spitznasigen Hungerleider karikiert und es doch durch feinherben Mutterwitz und knitze Bauernschläue zum König von Baden gebracht hat. Da hockt er nun in seiner Dichterstube und brütet über seinem Wortschatz satirischer Miniaturen.
Noch ist trügerische Ruhe und es taumeln müde Schachtelsätze, schnarchende Pointen und verschlafenen Melodien aus den Archiven der 30-jährigen Regentschaft des ersten und einzigen Königs von Baden.
Dann steht er auf. Und was sich als harmlose kabarettistische  Unwetterwarnung ankündigt, entlädt sich in satirischen Geistelblitzen und heftigem Theaterdonner.
Dann betritt der König von Baden die Bühne. Und mit all seiner Macht der Worte flattern tolldreiste Sprengsätze wie betrunkene Nachtfalter über die Bühnen der regionalen  Provinztheater und die maroden Hinterzimmer hiesiger Landgasthäuser erbeben, bis in ungebremstem Wortschwall die von Lachsalven gepeinigten und um Luft ringenden Badener dem rettenden Ufer Badischer Gemütlichkeit entgegen schwimmen.

Und nicht genug.
Der König spottet unvermindert weiter.
Alle Macht den Worten
Das Volk isst Brot und er wirft Torten!

 

Napoleon hätte Spaß gehabt

Jean-Pierre Albrecht und Jörg Kräuter zeigen in einer Produktion des Theaters „baal novo“ (Offenburg/Straßburg) satirisch-heiteres aus dem Elsass und aus Baden. Napoleon der Erneuerer hätte seinen Spaß an ihnen gehabt. Und ob einer links oder rechts des Rheins zu Hause ist, scheint nur eine Frage des Standpunktes zu sein. Beide sind sie Abgesandte der Kultur-Region zwischen Vogesen und Schwarzwald. Jean-Pierre Albrecht, nicht so recht Franzose, nicht so recht Deutscher, ein Mensch zwischen zwei Stühlen. Ein Elsässer sei er – ein Bindestrich eben! So stellt sich der elsässische Künstler vor. Seine kräftige Stimme wird begleitet von verschiedenen Instrumenten, wie Keyboard, Zither, Drehleier und Saz.
Jörg Kräuter, der Badener, der wie der badische Kachelofen sehr lange braucht, bis er warm wird, aber dann nicht mehr abkühlt, wenn er Betriebstemperatur erreicht hat. Der Badener, der nach hinten denkt und nach vorne spricht und dessen Humor von der badischen Sonne verwöhnt und wie ein guter Riesling süffig geworden ist.
Der elsässische Troubadour und der badische Kabarettist beleuchten aus ihrem Blickwinkel die Menschen aus dem Elsass und Baden.
Regie: Ezard Schoppmann